Aufbereitung

Gewinnung

Ins Abbaugebiet führt ein 300 Meter langer Erschliessungsstollen. Er dient der Zufahrt, dem Abtransport des Gesteins und der Bewetterung. Das Gestein wird im Kammer-Pfeiler-Verfahren abgebaut. Vom Hauptstollen werden gitternetzartig die Seitenstollen herausgesprengt. Diese weisen einen Querschnitt von 12 mal 18 Meter auf. Der Abbau im Stollen erfolgt in drei Etappen von oben nach unten. Zuerst wird die Kalotte (Decke) auf der ganzen Kammerlänge abgesprengt. In zwei nächsten Schritten werden jeweils nochmals sechs Meter Tiefe gewonnen. Der Fels wird gebohrt und gesprengt.

 

Sprengung

Mit einem Bohrjumbo werden die Löcher für die Sprengladung gebohrt. Vom Geschick des Bohrmineurs hängt die Lebensdauer der Bohrkronen ab. Pro Bohrkrone können bis zu 5000 Meter Bohrlöcher erstellt werden. Im Schollberg werden Flüssigsprengstoffe verwendet. Die Sprengung dauert gesamthaft sechs bis sieben Sekunden mit einer Sprengverzögerung von Bohrloch zu Bohrloch von 200 bis 500 Millisekunden. Pro Sprengung werden bis zu 700 Kubikmeter Festgestein aus dem Berg gelöst. Es werden 500 bis 550 Kilogramm Sprengstoff und bis zu 105 Bohrlöcher à 5 Meter benötigt. Das Tunnelprofil wird schonend mittels exakt berechnetem Sprengschema gespalten.

 

Aufbereitung

Die Aufbereitung des Materials befindet sich Untertag. Der gesprengte Fels wird mittels Dumper zum Brecher, der sich im Stollen befindet, transportiert. Mittels 450 Meter langem Förderband wird das Material vom Brecher zur Aussortierungsanlage befördert. Die daraus gewonnenen Einzelkomponenten werden entweder direkt verladen oder in die Betonanlage geleitet und für die Produktion von Beton verwendet.

Da der Kalkstein ein günstiges Bruchverhalten aufweist (vorwiegend kubische Körner von 0 bis 600 Millimeter), können alle unsere Produkte mittels zwei Brechvorgängen hergestellt werden:

  • Vorbrechen mit Backenbrecher auf ein Maximalkorn von ca. 150 Millimeter
  • Feinbrechen mit Prallmühle auf ein Maximalkorn von ca. 4 Millimeter